Die heutige Arbeitswelt schliesst einen beachtlichen Teil von Menschen aus. Dieser Personenkreis hat, trotz Hochkonjunktur, in den letzten Jahren stark zugenommen.
Wir sprechen von Langzeitarbeitslosigkeit, von als "Schwervermittelbar" geltenden Menschen, welche "ausgesteuert" und von Sozialhilfe-Beiträgen leben.
Es ist anzunehmen, dass eine steigende Arbeitslosigkeit, mit Verzögerung, noch mehr Menschen in diese Lage bringen wird.
Wer den Anschluss nicht schafft, wer zu spüren bekommt, dass der Zugang zum Arbeitsmarkt versperrt, oder enorm erschwert ist, fühlt sich nicht brauchbar – fühlt sich ausgeschlossen.
Die betroffenen Menschen verlieren, je länger ihre Situation andauert, ihre Motivation, ihren Antrieb, die Situation verändern zu können. Ihr Selbstwert leidet, ihre Chancen auf Anschluss verringern sich. Sie sind in einem Teufelskreis gefangen, ohne Ausgang, ohne Perspektive. Viele, vor allem Junge, richten sich auf ein Leben mit "Sozialrente" ein und führen ein Dasein neben der Gesellschaft.
Um diesen Trend zu durchbrechen braucht es erweiterte Angebote. Herkömmliche Integrationsprogramme greifen für diesen Personenkreis zu wenig. Die Erkenntnis setzt sich bei den Sozialen Diensten vermehrt durch und gerade von jungen Sozialhilfe Bezügern wird immer öfter auch "Gegenleistung" eingefordert.
Niederschwellige, pragmatische Angebote sind gefragt. Einhalten "der Regeln des Arbeitsmarktes" sowie Erfolgserlebnisse bei der Arbeit müssen gewährleistet sein um den Bezug zur Arbeitswelt (wieder) zu finden. Für die betroffenen Menschen geht es darum, eingebunden zu sein, sich nützlich und gebraucht zu fühlen. Die Erfahrung leistungsfähig zu sein, etwas durchzuhalten, Kraft und Motivation zu finden, sich aus Abhängigkeiten zu lösen und eigenständiger sowie selbst bestimmter zu leben. Ein erster Schritt (zurück) in die Arbeitswelt.
Unter dieser Prämisse hält die b2 baupunkt genossenschaft Arbeits- und Vermittlungsangebote im ersten Arbeitsmarkt bereit. Mit der Philosophie, dass jeder Mensch Fähigkeiten und Potenzial hat, die er in einem geeigneten Umfeld einbringen und entwickeln kann.
Dieses Umfeld wird in eigenständigen, Betrieben oder Bereichen, vorwiegend im handwerklichen Bereich, geschaffen. Auf verschiedenen Anforderungsstufen, von ganz einfacher Beschäftigung mit Tagesstruktur, bis zur hochstehenden beruflichen und arbeitsmarktlichen Qualifikationsstufe. Alle Angebote orientieren sich stark am „ersten“ Arbeitsmarkt, die Rahmenbedingungen sind relativ streng, werden aber individuell und bedarfsgerecht, gehalten.
Die b2 baupunkt genossenschaft und ihre Partnerbetriebe, stehen in der Region Basel für einen neuen Ansatz in der Integration, von Menschen mit eingeschränkter Arbeitsmarktfähigkeit. Sie vertreten das Model "Sozialfirma" wie es im Ausland sowie in anderen Kantonen bekannt ist.
